Zukunftskongress Inklusion – meine Vision für 2025

Auf dem Zukunftskongress2025 wurden viele Beispiele vorgestellt, wie neue Technologien in Verbindung mit dem Web Barrieren reduzieren bzw. Barrierefreiheit ermöglichen. Die Lebensqualität für Menschen mit Behinderung verbessert sich deutlich, wenn sie eine Arbeitsstelle erhalten, die ihren Lebensunterhalt in angemessener Weise sichert. So gibt es derzeit

  • Navigationshilfen, die blinden und sehbehinderten Menschen helfen über ein Ortungssystem  annähernd so zu gehen, wie wenn sie sehen könnten
  • barrierefreie Webseiten, über die der Zugriff auf (fast) alle nötigen Informationen erfolgen kann und eine Vernetzung mit Menschen überall in der Welt möglich ist, leider sind diese erst in geringer Anzahl vorhanden

Damit im Jahr 2025 sehr viel mehr Menschen mit Behinderung Teilhabe möglich ist – vor allem im Hinblick auf einen qualifizierten Job –  müssen 3 Punkte erledigt werden:

Internet - Zugang zur Welt1. Jeder Mensch hat Internetzugang. Nach den aktuellen Daten der JIM-Studie ist dies bereits bei ca. 91% der Jugendlichen (14-17 Jahre) der Fall. Zunehmend geschieht der Netzzugang über Smartphone oder über Tablet. Der Netzausbau muss voranschreiten, auch in entlegenen Gebieten muss für die Bürger eine gute Netzabdeckung herrschen.

2. Der Zugang zu Informationen über das Internet ist barrierefrei.  An diesem Punkt muss bis 2025 intensiv gearbeitet worden, so dass mindestens 80% der Webseiten zugänglich sind für Blinde, Menschen mit Sehbeeinträchtigung, Analphabeten und auch für Menschen mit geistigen Einschränkungen oder anderen Schwierigkeiten. Informationen aus dem Internet sollen von allen über Smartphone, Tablet oder Laptop aufgenommen werden können.

Social Media3. Jeder Mensch verfügt über umfassende Medienkompetenz. Schon von der Grundschule an sind alle Schülerinnen und Schüler darin zu schulen, Informationen nach Aufnahme entsprechend zu filtern, zu bewerten und zu neuem Inhalten zu verarbeiten. Programmierung gehört zum Basiswissen. Diese Kenntnisse sorgen dafür, dass die Menschen gute Arbeitsplätze finden, die einen entsprechenden Lebensunterhalt sichern. Dies ist um so wichtiger, da im digitalen Zeitalter viele Standard-Aufgaben von Robotern übernommen wurden. Jeder Mensch braucht vertiefte Kenntnisse zur Verarbeitung der Informationsfülle und zur Produktion von neuen Produkten, Inhalten oder Dienstleistungen.

Umsetzung der 3 Punkte

Jetzt am Ende des Jahres 2014 kann ich mir gut vorstellen kann, dass Punkt 1 in den nächsten Jahren technisch zu bewerkstelligen ist.

Punkt 2 erfordert mehr Aufwand. Hierzu müsste es entsprechende Anreize von Seiten der Politik  geben, damit Unternehmen und Institutionen ihre Webseiten barrierefrei gestalten.

Am schwierigsten ist aber die Umsetzung von Punkt 3: ausreichend viele Lehrkräfte zu schulen, die über genügend Medienkompetenz verfügen, so dass sie vertieftes Wissen zu Internet, Social Media, Programmierung usw. an Schülerinnen und Schüler weitergeben.

Quellen: JIM-Studie (Jugend, Information, (Multi)Medie) 2014 http://www.mpfs.de, Unterpunkt Gerätebesitz, veröffentlicht am 28.11.2014

Bildquellen: dreamstime.com

 

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