Lebenslanges Lernen – #edchatde

Lebenslanges Lernen“Nicht nur in der Schule, sondern im Curriculum Vitae lernen wir”

In unserer Welt sind mindestens 10-13 Jahre “Schule” normal und gehören fest zum Lebenslauf. Anschließend wird meist ein Beruf erlernt oder die Hochschulzugangsberechtigung für ein Studium genutzt. An diesem Punkt gabeln, spalten, enden oder kreuzen sich Bildungsbiografien.

Als LehrerInnen haben wir oft nur die erste Phase im Blick und wollen unseren Schützlingen “alles Wichtige auf ihren Lebensweg” mitgeben. Gerade so, als würde nach der Schule im Leben nur noch Bekanntes warten, auf das sie vorzubereiten sind.

Lebenslanges Lernen – so wird uns gesagt – ist die Zukunft. Die EU, der Bund und viele andere geben viel Geld unter diesem Schlagwort für zahlreiche Initiativen. Auch viele MOOC-Macher werben mit der Möglichkeit des lebenslangen Lernens immer und überall.

Aber haben wir nicht schon immer lebenslang gelernt? Entdecken wir nicht jeden Tag etwas Neues, lösen Probleme, von denen wir beim Aufstehen nicht mal wussten, dass es sie gibt? Ist lebenslanges Lernen ein Alibi-Begriff für die öffentlich geförderten Volkshochschulen und deren Sprachkurse für den nächsten Urlaub? Oder steckt dahinter noch viel mehr?

Wie sieht lebenslanges Lernen überhaupt aus? Welche Modelle, Initiativen oder Orte gibt es? Welche Rolle spielt Schule in einer Zeit, in der lebenslang gelernt wird?

Am Dienstag, 21.07.2015, in der Zeit von 20:00 – 21:00 Uhr wollen wir uns anhand der Fragen intensiv mit der Thematik ‚Lebenslanges Lernen“ beschäftigen. Mach mit beim #edchatde und schreib uns Deine Meinung dazu! Wir sind gespannt auf deine Tweets 🙂

Die Moderatoren des #SummerSpecial #EDchatDE  Steffen @_jauch & Christine @iqberatung

Das sind die Fragen zur Vorbereitung:

20.02 Uhr: Zu Beginn stellt sich jeder kurz vor: Name, Funktion, Stadt, Land – Und los geht’s!  #edchatde

20.05 Uhr F1: Was ist Lebenslanges Lernen für dich? #edchatde

20.10 Uhr F2: Was motiviert dich zum Lernen im Leben? #edchatde

20.15 Uhr F3: Welche Projekte, Institutionen oder andere Lernorte für Lebenslanges Lernen kennst du / nutzt du selbst? #edchatde

20.20 Uhr F4: Braucht es noch eine “Schule / Universität”, wenn immer und überall gelernt werden kann? #edchatde

20.25 Uhr F5: Antworte auf 3 Tweets unterschiedlicher TeilgeberInnen a) zustimmend b) kritisch c) provozierend! #edchatde

20.35 Uhr F6: Wie kann Schule auf lebenslanges Lernen vorbereiten? Welche Tipps hast du?  #edchatde

20.40 Uhr F7: Welche Rolle spielt lebenslanges Lernen im Berufsleben im digitalen Zeitalter? (Außer bei LehrerInnen) 😉 ) #edchatde

20.45 Uhr F8: Welche Anregungen, Fragen hast du sonst noch zum Thema “Lebenslanges Lernen”? #edchatde

20.55 Uhr F9: Aktuelle Tipps für die Feriengestaltung #edchatde

Lernlust – Leselust – Visualisierung – Zusammenhänge

Bob Blume hatte zur Blogparade zum Thema „Lernlust“ aufgerufen unter dem Aspekt, „wie in der eigenen Schulzeit gutes Lernen, d.h. was an Projekten, Stunden und gemeinsamen Arbeiten in Erinnerung geblieben ist.“

Ich habe ein wenig nachdenken müssen, wann ich während der Schulzeit „Lernlust“ empfunden habe, bei welchen Lehrern, in welchen Fächern dies der Fall war. Dann standen die Bilder wieder vor meinen Augen:

Reclam-Hefte

Pflichtlektüre während der Schulzeit

  • Die kleine Deutschlehrerin – sie hatte nur eine Körpergröße von ca. 1,53 m – die uns für Goethe, Schiller, Grillparzer, Tschechow, Brecht, Dürrenmatt und andere Autoren begeisterte.
  • Die Stadtbücherei, die im Schulgebäude untergebracht war. In vielen Freistunden saß ich dort und las in allen möglichen Bänden von Max Frisch, Hermann Hesse, William Shakespeare, Hugo von Hofmannsthal, aber ich lieh mir auch jede Menge Krimis und Liebesromane aus.
    Hesse, Lenz, Frisch u.a.

    Freiwillige Lektüre während der Schulzeit

    Manche Erzählungen nahmen mich gefangen, ich fühlte mit den Personen mit, ging in ihren Schuhen, durchlitt ihre Leiden. Schließlich kaufte ich mir diese Bücher, weil sie Bedeutung für mein Leben gewonnen hatten.

  • Die Zusammenhänge, die mir klar wurden, wenn Themen in mehreren Fächern – Deutsch, Latein, Kunst, Musik, Geschichte – behandelt wurden. Ebenso durch die Verknüpfung von Buch lesen, Kunstwerk betrachten und Musik dazu hören. Im Latein-Unterricht übersetzten wir aus den Metamorphosen des Ovid „Pyramus & Thisbe“. In der Bücherei fand ich dazu Shakespeares „Romeo & Julia“ bzw. „Ein Mittsommernachtstraum“. Im Musik-Leistungskurs beschäftigten wir uns mit der Partitur von „A Midsummer Night’s Dream“ und sahen uns die Oper von Benjamin Britton in Darmstadt im Theater an.
Bücher: Aquarelle v. Nolde, Deutschstunde von Lenz

Lernlust-Lektüre

Vor allem der letzte Punkt: Zusammenhänge erkennen, rief in mir Lernlust hervor und ließ mich aktiv werden. Zur „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz wollte ich mehr wissen, suchte Informationen heraus über Künstler, deren Gemälde während der Zeit des Nationalsozialismus als „entartet“ galten. Im Bücherschrank meiner Eltern fand ich ein Buch mit Aquarellen von Emil Nolde, besuchte mehrere Ausstellungen, das Emil-Nolde-Museum in Niebüll bzw. Berlin. Die Bilder ließen im Rückblick den Bericht von Siggi Jepsen farbiger erscheinen, die Informationen über die NS-Zeit verstärkten die beklemmenden Gefühle während des Lesens, ließen mein Verstehen und Verständnis wachsen.

So lautet mein Appell an alle, die Lernlust vermitteln wollen:

  • gebt Impulse, die Menschen zum Lesen animieren
  • begeistert andere für Themen, ruft Emotionen hervor
  • verknüpft Informationen auf mehreren Ebenen
  • visualisiert die Inhalte und
  • stellt Zusammenhänge her, die das Verstehen fördern.

In diesem Sinne wünsche ich viel Lust beim Lernen!

Twitter: Information, Diskussion …

Twitter ist inzwischen zu einem Ort geworden, an dem ich mich sehr gerne aufhalte. Dies liegt an folgenden Faktoren:

Informationen: Wenn ich wissen möchte, was in der Welt passiert, dann ist Twitter der schnellste Weg, Details zu erfahren, Fotos zum Ereignis zu sehen. Suche ich Beiträge zu einem bestimmten Thema, dann finde ich über den #Hashtag zu einem Thema in kurzer Zeit viele Links, die weitere Infos aus unterschiedlichen Perspektiven enthalten.

Diskussionen: Twitter bietet die Möglichkeit, in 140 Zeichen mit anderen über ein bestimmtes Thema zu diskutieren. Es erfordert zunächst etwas Übung, wesentliche Inhalte in dieser begrenzten Zeichenzahl zu formulieren. Nach kurzer Zeit kommt man aber ganz locker mit Menschen aus den unterschiedlichsten Regionen in ein Gespräch, erhält ganz andere Perspektiven zum Thema. Das beste Beispiel ist für mich #EDchatDE, ein Twitterchat für Lehrende, der jeden Dienstag zwischen 20:00 Uhr und 21:00 Uhr stattfindet.

Prokrastination: Manchmal ist es einfach nur unterhaltsam, die Tweets der anderen zu lesen, sich über Cartoons zu amüsieren oder Nettigkeiten verbal auszutauschen. Darüber kann dann schon mal etwas mehr Zeit vergehen 🙂

Die Verteilung liegt nach meiner persönlichen Schätzung bei ca. 60% Information, 30% Diskussion und 10% Prokrastination, wobei letzteres i.d.R. nachrangig ist. Abweichungen +,-  liegen in der Größenordnung von ca. 10%.

Mein Fazit: Twitter hat meinen Horizont beträchtlich erweitert, Zugang zu Informationen ermöglicht, die in vielen News nicht enthalten sind, zahlreiche Kontakte geschaffen zu Menschen aus aller Welt und mich durch besondere Tweets zum Lachen gebracht.

 

Zukunftskongress Inklusion – meine Vision für 2025

Auf dem Zukunftskongress2025 wurden viele Beispiele vorgestellt, wie neue Technologien in Verbindung mit dem Web Barrieren reduzieren bzw. Barrierefreiheit ermöglichen. Die Lebensqualität für Menschen mit Behinderung verbessert sich deutlich, wenn sie eine Arbeitsstelle erhalten, die ihren Lebensunterhalt in angemessener Weise sichert. So gibt es derzeit

  • Navigationshilfen, die blinden und sehbehinderten Menschen helfen über ein Ortungssystem  annähernd so zu gehen, wie wenn sie sehen könnten
  • barrierefreie Webseiten, über die der Zugriff auf (fast) alle nötigen Informationen erfolgen kann und eine Vernetzung mit Menschen überall in der Welt möglich ist, leider sind diese erst in geringer Anzahl vorhanden

Damit im Jahr 2025 sehr viel mehr Menschen mit Behinderung Teilhabe möglich ist – vor allem im Hinblick auf einen qualifizierten Job –  müssen 3 Punkte erledigt werden:

Internet - Zugang zur Welt1. Jeder Mensch hat Internetzugang. Nach den aktuellen Daten der JIM-Studie ist dies bereits bei ca. 91% der Jugendlichen (14-17 Jahre) der Fall. Zunehmend geschieht der Netzzugang über Smartphone oder über Tablet. Der Netzausbau muss voranschreiten, auch in entlegenen Gebieten muss für die Bürger eine gute Netzabdeckung herrschen.

2. Der Zugang zu Informationen über das Internet ist barrierefrei.  An diesem Punkt muss bis 2025 intensiv gearbeitet worden, so dass mindestens 80% der Webseiten zugänglich sind für Blinde, Menschen mit Sehbeeinträchtigung, Analphabeten und auch für Menschen mit geistigen Einschränkungen oder anderen Schwierigkeiten. Informationen aus dem Internet sollen von allen über Smartphone, Tablet oder Laptop aufgenommen werden können.

Social Media3. Jeder Mensch verfügt über umfassende Medienkompetenz. Schon von der Grundschule an sind alle Schülerinnen und Schüler darin zu schulen, Informationen nach Aufnahme entsprechend zu filtern, zu bewerten und zu neuem Inhalten zu verarbeiten. Programmierung gehört zum Basiswissen. Diese Kenntnisse sorgen dafür, dass die Menschen gute Arbeitsplätze finden, die einen entsprechenden Lebensunterhalt sichern. Dies ist um so wichtiger, da im digitalen Zeitalter viele Standard-Aufgaben von Robotern übernommen wurden. Jeder Mensch braucht vertiefte Kenntnisse zur Verarbeitung der Informationsfülle und zur Produktion von neuen Produkten, Inhalten oder Dienstleistungen.

Umsetzung der 3 Punkte

Jetzt am Ende des Jahres 2014 kann ich mir gut vorstellen kann, dass Punkt 1 in den nächsten Jahren technisch zu bewerkstelligen ist.

Punkt 2 erfordert mehr Aufwand. Hierzu müsste es entsprechende Anreize von Seiten der Politik  geben, damit Unternehmen und Institutionen ihre Webseiten barrierefrei gestalten.

Am schwierigsten ist aber die Umsetzung von Punkt 3: ausreichend viele Lehrkräfte zu schulen, die über genügend Medienkompetenz verfügen, so dass sie vertieftes Wissen zu Internet, Social Media, Programmierung usw. an Schülerinnen und Schüler weitergeben.

Quellen: JIM-Studie (Jugend, Information, (Multi)Medie) 2014 http://www.mpfs.de, Unterpunkt Gerätebesitz, veröffentlicht am 28.11.2014

Bildquellen: dreamstime.com

 

„Wir mit Behinderung probieren als Erste neue Technologien aus“

Prof. Jonathan Kaufman hält seine Keynote auf dem Zukunftskongress 2025 der Aktion Mensch e.V.. Er beschreibt die Möglichkeiten und Auswirkungen für Menschen mit Behinderung durch die technologische Entwicklung. „Wussten Sie, dass die SMS von tauben Studenten der Gallaudet-Universität für Gehörlose erfunden wurde?“ und fährt fort „die Gestaltung neuer Technologien wird von uns prägend mitbestimmt„.

Podiumsdiskussion beim Zukunftskongress 2025 der Aktion Mensch e.V.

Podiumsdiskussion beim Zukunftskongress 2025 der Aktion Mensch e.V.

Ich bin begeistert. Nach Berlin bin ich mit der Erwartung gereist, zu erfahren, wie Inklusion und digitale Entwicklung zusammen passen und welche Möglichkeiten für Menschen mit Behinderung sich dadurch ergeben.

Inklusion ist ein Thema, mit dem ich bisher als Lehrerin an Gymnasium und beruflicher Schule sehr häufig zu tun hatte. Schülerinnen und Schüler innerhalb einer Klasse sind sehr unterschiedlich hinsichtlich Begabung, Leistung und Herkunft. Die Werkzeuge digitaler Bildung sind nach meiner Erfahrung gut geeignet, Heterogenität zu berücksichtigen, Aufgaben variabel zu gestalten und individuell auf Einzelne einzugehen.

Auf dem Zukunftskongress 2025 begreife ich umfassender als vorher : Barrierefreiheit ist das entscheidende Kriterium für Menschen mit Behinderung, damit ihnen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben möglich ist. Sie möchten mit Menschen in Kontakt treten, Beziehungen aufbauen und pflegen können wie alle anderen auch. Dies ist aber abhängig davon, wie sie Zugang haben zu Informationen und Orten. Daher wurde vom Organisationsteam der Konferenz Barrierefreiheit in fast jeder Hinsicht berücksichtigt. So gab es für alle Veranstaltungen

  • Programm in „Leichter Sprache
  • Gebärdensprachdolmetscher
  • Simultandolmetscher
  • Induktionsschleifen
  • Schriftdolmetscher
  • breite Durchfahrtswege in der Halle
  • genügend Sitzgelegenheiten um miteinander ins Gespräch zu kommen
  • Audio- und Videoaufnahmen

In den Panels wurde auf die Themen der Keynotes und Planungsvorträge vertiefend eingegangen, mich interessierte besonders Panel 5:  „Technologieentwicklung und digitale Kommunikation“. Darin ging es um diese Schwerpunkte:

Graphic Recording zum Panel 5 "Technologieentwicklung & digitale Kommunikation"

Graphic Recording zum Panel 5 „Technologieentwicklung & digitale Kommunikation“

  • Teilhabe am Internet ist Menschenrecht“ – Prof. Klaus Miesenberger forderte auf, Webseiten barrierefrei zu gestalten, so dass sie Zugriff bieten durch Sehen und Hören, Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) beachtet werden.
  • Vorteile eines persönliches Navigationssystem für Menschen mit Sehbeeinträchtigung: www.projectargus.eu stellte Matthias Lindemann, Siemens AG, vor
  • Tobias Marczinzik berichtete vom Projekt PIKSL.net. Dies hat sich zum Ziel gesetzt, moderne Informations- und Kommunikationstechnologie für Menschen mit geistiger Behinderung zugänglich zu machen. So wurde ein CMS zusammen mit Anwendern aus den Bethel Werkstätten entwickelt.

Visualisiert wurden die Inhalte festgehalten per „Graphic Recording“ von Imke Schmidt aka @mickimiks, zentrale Aussagen waren: „Neue Technologien sind ein Werkzeug, um Inklusion Praxis werden zu lassen“ und „Technik braucht Standards für Barrierefreiheit„.

Cinderella Glücklich

Cinderella Glücklich

Der Abend des 02. Dezember war für mich geprägt von vielen Gesprächen mit ganz unterschiedlichen Menschen. „Ich bin Aktivistin von Beruf“ sagt Cinderella Glücklich, berichtet von verschiedenen Aktionen und setzt fort: „Inklusion bedeutet Vielfalt„. Sie ist Bloggerin, Teilzeit-Rollstuhlfahrerin, und studiert Journalismus & Unternehmenskommunikation an der BiTS in Iserlohn.

Im Panel „Gesellschaftliche Entwicklung und soziale Verantwortung“ geht es am nächsten Tag um die Fragen: Was ist ein gutes Leben? Was sind Zufriedenheitskriterien für alle? Prof. Anton Bucher, Glücksforscher, hat herausgefunden: Glück ist nicht abhängig von Geschlecht, Bildung, Einkommen, Lebensformen oder Alter sondern von Beziehungen und einem Leben in Freiheit.

Am beglückendsten ist jedoch Aktivität. Im Flow vergisst der Mensch sich selbst und verschmilzt mit seiner Tätigkeit“ – das Fazit von Prof. Bucher.

Cinderella – mit Twitternamen @HappyZwitschert – ermutigt uns: „Fahrt nach Hause und fangt an etwas zu verändern, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Wichtig für eine dauerhafte Veränderung ist das Durchhalten“.

Mittwochabend fahre ich mit dem Zug von Berlin zurück nach Frankfurt/Main. Im Gepäck habe ich nun die Erkenntnis, wie wichtig Barrierefreiheit – in mehrfacher Hinsicht – ist für Menschen mit Behinderungen. Der ungehinderte Internet-Zugang ermöglicht viele Aktivitäten, reduziert Begrenzungen und schafft  auch „Barrierefreiheit im Kopf“. Ich beschließe, im Unterricht diesen Punkt viel mehr noch als vorher zu berücksichtigen und beim Thema Inklusion verstärkt mitzuarbeiten. Zum Abschluss noch ein herzliches Dankeschön an Sascha Stoltenow aka @BendlerBlogger, der mich auf die Idee brachte, zum Zukunftskongress 2025 der Aktion Mensch e.V. zu fahren.

Sketchnotes, Writing & Networking

Am 22.11.2014 fuhr ich zum Barcamp Rhein-Main mit der Erwartung

Als Gastgeber hatte die Firma etecture GmbH in Frankfurt-Sachsenhausen ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, die ein sehr cooles Ambiente innerhalb ausstrahlen und von der Terrasse des 6. Stocks aus eine schöne Sicht auf die Skyline bieten.

Interieur 6. Stock Firma etecture GmbHEin BarCamp ist nach meiner Erfahrung ein Veranstaltungsformat, das

  • viele Sessions zu ganz unterschiedlichen Themen bietet,
  • mit Gleichgesinnten sofort eine Diskussion auf hohem Level ermöglicht,
  • jede Menge Überraschungen beinhaltet und
  • Gelegenheit schafft, viele interessante Menschen kennen zu lernen.

Gleich Morgens beim Anstehen zum Kaffee kam ich ins Gespräch mit Nadja Buoyardane und konnte sie überreden, eine Session zu „Leicht schreiben“ anzubieten.

Die Session war sehr gefragt, fast 70 Leute wollten wissen, wie das geht. Den Inhalt habe ich in einer Sketchnote zusammengefasst, orientiert am „Template zur Dokumentation von Barcamp Sessions“ von Ralf Appelt aka @ralfa

Begeistert haben mich die Sketchnotes von Nicole Lücking aka @photostroller, festgehalten in  ihrem Rückblick „Einsichten mit Aussicht“ zum Barcamp. Sehr hilfreich sind Visualisierungen von Diskussionen z.B. in der Session von @cheffunky zu „Rhein-Main im Jahr 2034“.

Zu Scrum gab es am Samstag keine Session, #IrgendwasVerrücktes bot sich mir auch nicht an. Aber das Networking war wieder klasse. Warum?Barcamp Kontakte

  • 3 #Hashtags auf dem Namensschild – und sofort war man im Gespräch – super Idee vom Orgateam
  • Barcamps sind ein großes Klassentreffen – „alte Bekannte“ trifft man dort immer wieder 🙂
  • Nach der virtuellen Begegnung eröffnet nun der Kontakt in der realen Welt eine weitere Dimension des Kennenlernens und schafft neue gemeinsame Aktivitäten

Mein persönliches Fazit: es war ein Barcamp mit vielen guten Gesprächen auf Augenhöhe, neuen Impulsen zu „Future of Learning“ und praktischen Ratschlägen zur Umsetzung von Ideen.

Zum Abschluss: Vielen lieben Dank an das Orgateam für all die Vorbereitung, Mühe, Arbeit und Umsetzung von  schönen Ideen dazu. Klasse gemacht. Ich „leihe“ mir eine Sketchnote von @photostroller, o.k.:

 

„Frau Skupsch, ich habe Sie auf Twitter gefunden“

iqberatung Accountbegrüßte mich eine 10jährige Schülerin freudestrahlend. „Wie viele Tweets hast Du denn schon geschrieben?“ fragte ich „Äh, so 10 vielleicht“ meinte sie. Drei weitere Schüler hatten ebenfalls einen Account, aber wussten nicht damit umzugehen. Ein klarer Handlungsbedarf „Twitter“ im Unterricht zu thematisieren- so viel stand für mich fest.

Warum twittert man als Lehrer – welche Gründe hat dies?

  1. Zugang zu Informationen: schnell, vielfältig, weltweit über die Suche mit #Hashtag (= Suchbegriff) wie z.B. #EDchatDE
  2. Ideen teilen, Feedback erfahren, Diskussion über ganz unterschiedliche Themen konzentriert auf ca 120 Zeichen
  3. Produktion von neuem Content: die Verarbeitung von Informationen erzeugt neue Inhalte, die über das Internet weitergegeben werden.
  4. Vernetzung mit anderen Menschen weltweit, Aufbau eines #PLN = Personal Learning Network
  5. Twitter im UnterrichtÖffentlichkeit: Bei Veranstaltungen und Wettbewerben ist Twitter ein effektives Tool, um über das Geschehen zu informieren mittels der Tweets mit einem spezifischem Hashtag.
  6. Binnendifferenzierung: die Art und die Menge der zu erledigenden Aufgaben kann sehr variabel gestaltet werden.
  7. Heterogenität: verschiedene Fächer, Muttersprachen, Interessen und anderes können innerhalb einer Lerngruppe bei der Erstellung von Tweets berücksichtigt werden.
  8. Inklusion: wenn Aufgaben zu einem Thema ganz unterschiedlich gestaltet sind (siehe Punkt 6), kann auf die unterschiedliche Leistungsfähigkeit bzw. das Lerntempo von Schülerinnen und Schülern eingegangen werden im Spektrum von Lernbehinderung bis hin zur Hochbegabung.
  9. Sofern der Zugang zum Internet gewährleistet ist, stellt Twitter ein sehr leicht zu verwendendes digitales Werkzeug dar, erfordert nur geringe technische Vorkenntnisse und kann in den meisten Unterrichtsfächern eingesetzt werden.

Für die Schülerinnen und Schüler bzw. die Gestaltung des Unterrichts bietet Twitter folgende Vorteile:

  1. Lernen-Teilhabe-per-TwitterInformationsverarbeitung  konzentriert auf das Wesentliche – Es erfordert etwas Übung, bis die Schülerinnen und Schüler gelernt haben, sich kurz zu fassen und Inhalte in 140 Zeichen formulieren können.
  2. Stärkung des Selbstbewusstseins – Die Meinungsäußerung vor einem weltweiten Publikum führt häufig zu einem Feedback (Retweet oder Fav) und vermittelt so den Schülern ein anderes Wahrnehmen ihrer Person bzw. ihrer Ergebnisse wie wenn dies innerhalb eines Klassenraumes geschieht.
  3. Verbesserte Qualität der Ergebnisse – Die Präsentation in der Öffentlichkeit führt i.d.R. zu besserer Qualität von Geschriebenem bzw. anderen digital erstellten Produkten, auf die verlinkt wird.

Das Internet vergisst nichtsZur Beachtung des Datenschutzes kann das Twittern über einen Account der Schule erfolgen wie z.B  z.B. @ipadkas13. „Das Internet vergisst nie“ war eine Erkenntnis der Schüler.@Lea_Weltretter

 

Alternativ wird ein Account für einen Protagonisten angelegt, der für die Schülerinnen und Schüler der Klasse steht z.B. @Lea_Weltretter.

 

Lea Weltretter - Wirkung von Veröffentlichung„Ich weiß jetzt, was es bedeutet auf Twitter zu sein“ sagte mir die 10jährige Schülerin am Ende des Projektes und twitterte als Lea2 unter dem Klassenaccount: „Lea2 hat der Applaus gefallen, weil ich fühlte, dass wir es gut gemacht haben!“

Noch eine Information zum Hintergrund: Die Beispiele entstanden im Unterricht in der Klasse 4d der I.E.Lichtigfeld-Schule in Frankfurt sowie im Rahmen des #LernLabKAS14 in der Klasse 7c der Kaiserin-Augusta-Schule in Köln.

Mein persönliches Fazit zur Nutzung von Twitter im Unterricht: leicht zu verwenden, verschafft den Schülerinnen und Schülern schnell einen Erfolg und ist vielseitig einsetzbar.

 

Resümee zum 40. #EDchatDE – Kollegen gewinnen

SummerSpecial von #EDchatDE

#EDchatDE-Badge

Jeden Dienstag zwischen 20:00 und 21:00h ist #EDchatDE-Time. Spannend, unterhaltsam, lehrreich und praxisnah ist diese wöchentliche Twitter-Chat-Fortbildung zu digitaler Bildung. Außerdem eine schöne Gelegenheit zum Austausch mit Kollegen aus vielen anderen Städten und Ländern, einige kenne ich inzwischen von EduCamps persönlich.

Als André Spang aka @Tastenspieler und Torsten Larbig aka @HerrLarbig, die Gründer des #EDchatDE, fragten, wer gerne beim #SummerSpecial die Moderation übernehmen möchte, fühlte ich mich sofort angesprochen. Dann habe ich kurz überlegt, mit wem ich das gerne zusammen machen würde, Peter Ringeisen aka @vilsrip auf der Liste gesehen und mich sofort zu diesem Termin eingetragen. Wir einigten uns auf ein Thema und starteten durch.

Kollegen für den Einsatz digitaler Werkzeuge gewinnen

Foto: Peter Ringeisen

 

Auf diese Punkte haben wir bei der Vorbereitung geachtet:

  • alle Hinweise umgesetzt aus der Datei zum #SummerSpecial
  • Teamwork mit Co-Moderator: über PM, Google-Doc oder Mail haben wir geklärt, wie die einzelnen Fragen lauten bzw. wer welchen Tweet rausschicken wird
  • Vilsrip - Mach mit

    Foto: Peter Ringeisen

    die Antworten auf die eigenen Fragen hatten wir bis Montag vorher formuliert,  dann erfolgte noch eine Korrektur bei zu schwieriger Fragestellung

  • Werbung: jeden Tag wurden mit Hashtag #EDchatDE mehrere Tweets versendet, Peter hatte super Pics gestaltet zur Visualisierung
  • zeitliche Planung – alle Frage- und Antwort-Tweets wurden auf Tweetdeck mit der Schedule-Funktion schon vorher erstellt – ganz wichtig!
  • Begrüßung der Teilgeber: wir haben es aufgeteilt nach den Anfangsbuchstaben des Twitternamens, A-M => Christine, N-Z => Peter (später festgestellt: es gibt mehr Leute am Anfang des Alphabets)
  • Vorbereitungszeit in 7 Tagen – jeden Tag ca. 15 Minuten oder mehr, in Summe ca. 3-4 Stunden

Durchführung

Keep Calm & Tweet

Foto: Peter Ringeisen

Meine Vorstellung nach der fertigen Vorbereitung war: ich werde ganz entspannt mich den Tweets der Teilgeber zuwenden können. Aber so einfach war das nicht. In der #EDchatDE-Spalte bei Tweetdeck war in dieser Stunde ein ganz anderes Tempo angesagt. Teilgeber begrüßen, ihre Beiträge lesen, favorisieren oder beantworten, reagieren auf Kommentare von anderen – ich hatte ständig das Gefühl, erst dann zu antworten, wenn der jeweilige Teilgeber schon zwei Fragen weiter war.

Statistik 40. #EDchatDE

Statistik erstellt von Gabi Cierniak

Vermutlich hängt die Reaktionsgeschwindigkeit mit der Menge an Erfahrung zusammen, es war ja schließlich das erste Mal, dass ich als Moderatorin agierte. Gleichzeitig wuchs mein Respekt vor Torsten und André, die eine besondere Fähigkeit zum Multitasking haben und das alles locker hin bekommen. Erfreulicherweise hat Gabi Cierniak aka @gcierniak kurz nach 21 Uhr gleich die Statistik zum 40. #EDchatDE geliefert. 50 Teilgeber, 709 Tweets, d.h. ein paar neue Teilgeber dabei, ein paar Tweets weniger als sonst, aber alles war gut gelaufen.

Persönliches Fazit

Es hat sehr viel Spaß gemacht, aber der Eu-Stress war etwas höher als sonst. 120 Tweets, 20 Retweets, 55 Mentions, 73 Favorited, 10 neue Follower  – meine Statistik für diesen Tag. Fast alles lief gut, der Ablauf des #EDchatDe war nach meinem Eindruck wie immer. Lediglich ein Link auf die Frage-Datei fehlte. Die Antworten der Teilgeber sind interessant, die Hinweise auf Tools und vor allem die Erfahrung damit hilfreich. Das ist aber jeden Dienstagabend so 🙂 Gefreut haben mich auch die Rückmeldungen der Teilgeber an uns Gastkommentatoren am Ende der Stunde.

EDchatDE - Entwicklung

Foto: Peter Ringeisen

Sehr wichtig und zielführend ist die Erstellung des Tweetprotokolls, vielen Dank an Christiane Schicke aka @frandevol. Die Antworten werde ich analysieren, die Links anklicken und dann wissen, ob das Ziel erreicht wurde „Kollegen für den Einsatz digitaler Werkzeuge gewinnen“.

Im Hinblick auf den Moderatorenjob lautet mein Resumée: gerne mal wieder, weil es Spaß machte, ich viel lernte und vor allem, weil die Zusammenarbeit mit Peter so gut lief. Nochmal: Anerkennung der Leistung von André und Torsten, die seit 40 Wochen den #EDchatDE sehr gut vorbereiten und durchführen. Super, dass @vilsrip im Vorfeld die Fragen ins Englische übersetzt, @gcierniak und @frandevol danach Zeit investieren und für Statistik, Protokoll sowie Auswertung per Smore sorgen.

Zu den Ergebnissen des 40. #EDchatDE

Peter Ringeisen hat einen Blogbeitrag geschrieben und ergänzend zu den acht Fragen acht Storifys erstellt. Besonders interessant finde ich die Antworten auf die Frage 2: „Nenne Werkzeuge, mit denen Du gute Erfahrungen gemacht hast – möglichst mit konkretem Beispiel ev. Link!“ Hier wurden 43 Beispiele genannt für den Einsatz digitaler Tools, was für die Teilgeber des #EDchatDE spricht 🙂 Lies selbst nach unter Adventures in the Tulgey Wood

 

Ergebnisse des 35. #EDchatDE – Die Zukunft der Lehrerausbildung

Dienstagabend 20:00 Uhr: der Puls geht hoch, die Spannung steigt, wenn zur besten Sendezeit der #EDchatDE startet – ein Education-Chat auf Twitter. Seit ich im September 2013 auf dem EduCamp in Köln André Spang und Torsten Larbig kennen gelernt habe, gibt es für mich jede Woche diesen regelmäßigen Online-Termin.

Daten zum 35. #EDchatDE

Daten zum 35. #EDchatDE

Beim 35. #EDchatDE haben 42 Teilgeber in 835 Tweets das Thema „Lehrerausbildung im 21. Jahrhundert: Der Think Tank #Edchatde macht Konzeptvorschläge!“ behandelt. Sehr spannend, was dort alles genannt wurde. Aus dem Tweetprotokoll habe ich 152 Tweets rausgesucht, kategorisiert und die Ergebnisse im Diagramm dargestellt.

1. Großbaustelle Ausbilder – 31% der Nennungen

Sehr viele Ausbilder an den Studienseminaren haben zu wenig Praxisbezug, sind selten in der Schule und wissen zu wenig von der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Sie kennen nur bedingt den Umgang mit Smartphones, Tablets u.ä. und haben i.d.R. auch kein geeignetes pädagogisches Konzept für den didaktisch sinnvollen Einsatz von Geräten bzw. Apps und Software.

Es gibt im Referendariat kein verpflichtendes Modul, wie man wann mit Schülerinnen und Schülern z.B. einen Blog erstellt, Infos sammelt und in einem Wiki ablegt u.ä. – weil es keine geeigneten Referenten hierfür gibt. Einfacher scheint es für viele Kultusministerien zu sein, den Lehrkräften den Umgang mit Schülern in sozialen Netzwerken in Unterricht /Schule zu verbieten.

Viele Tweets beschäftigten sich mit der Beziehung zwischen den Ausbildern und den Referendaren. Die ohnmächtige Abhängigkeit der Referendare von den Ausbildern wurde mehrfach benannt ebenso wie die mangelnde Wertschätzung, die sie erfahren.

Tweets dazu 

2. Großbaustelle – Schwerpunkt ICT – Umgang mit neuen Medien – 28% der Nennungen

Diagramm - Auswertung 35. EDchatDEReferendare sollten selbst genügend Kenntnis haben von neuen Medien. Viele Lehramtsstudenten nutzen zwar das eigene Handy, sind aber nur bedingt interessiert, wie man darüber Schüler aktivieren und Wissen generieren kann. Während von Studenten der MINT-Fächer das Interesse für Technik und dem sinnvollen Einsatz im Unterricht recht groß ist, ist im geisteswissenschaftlichen Bereich dies nur wenig gefragt.

Wenn die Ausbilder nicht wissen, wie neue Medien didaktisch sinnvoll eingesetzt werden, dann ist klar, dass Referendare darin zu wenig geschult werden. Handys und Tablets gehören zum Alltag von Schülerinnen und Schülern, sie chatten über Facebook und Whatsapp, zocken in Browsergames bis hin zur Spielsucht – aber die Lehramtsanwärter erfahren während ihrer Ausbildung kaum etwas dazu, wie man z.B. Spielsucht präventiv begegnen kann oder Gamification für das Lernen nutzen kann.

Manchmal gibt es spezifische Technik-Schulungen, die sich auf Software oder ein Learning Management System (LMS) beziehen, die Kenntnisse sind aber oft schnell veraltet, der Einsatz im Unterricht während des Referendariats ist nicht verpflichtend. Nur wenige Ausbilder nutzen LMS.

Tweets dazu: 

 

 3. Baustellen Praxis (12%), Vernetzung (10%) und Weiterbildung (14%)

Nach wie vor wird von den Referendaren bemängelt, dass es zu wenig Praxis während des Studiums gibt. BarCamps zum Schwerpunkt „Education“ sind selten, diese Veranstaltungen an Universitäten ist aber sehr hilfreich zum Austausch mit erfahrenen Lehrern und zur Vernetzung. Weiterbildung ist notwendig – vor allem aufgrund der rasanten Veränderungen im digitalen Zeitalter.

4. Problemlösung angesichts dieser Baustellen

Der #EDchatDE als wöchentliche Fortbildungsveranstaltung für Menschen aus dem Sektor „Bildung“ bietet:

EdchatDE Logo

  • ein aktuelles Thema  z.B. „OER @ School“ oder „Gamification – Game based Learning“
  • Austausch und Vernetzung mit vielen Kollegen aus vielen Bundes- und anderen Ländern
  • Links zu informativen Webseiten zu Schule, Universität, Lernen, Erziehung, neue Medien, digitale Bildung u.v.m.
  • Anwendungsbeispiele von Kollegen zum jeweiligen Thema und vor allem
  • jede Menge Spaß, Ausschüttung von Adrenalin, Endorphin, Dopamin, erhöhte Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit – ich fühle Eustress 🙂

Zwei Tweets der Teilnehmer vom #EDchatDE stellvertretend für die die Meinung der übrigen Teilgeber:

Deswegen die Aufforderung an alle Lehrenden im Studium, in Schule, Hochschule oder anderen Einrichtungen.

5. Mach mit beim nächsten #EDchatDE – Dienstag von 20:00h – 21:00h

Mehr Infos zum #EDchatDE findest Du unter

  • http://edchatde.wordpress.com
  • http://www.andre-spang.de